Bachschmerle
Die Bachschmerle (Barbatula barbatula) ist ein kleiner, bodenorientierter Fisch klarer, sauerstoffreicher Bäche und Flüsse mit Kies- oder Sandgrund. Namensgebend sind ihre sechs Barteln um das unterständige Maul, mit denen sie tastend nach Nahrung im Substrat sucht.
Der schlanke, drehrunde Körper ist braun-gelb marmoriert und dadurch am Gewässergrund hervorragend getarnt. Bachschmerlen sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv; tagsüber verstecken sie sich unter Steinen und in Substratspalten.
Sie werden 10 bis 15 Zentimeter lang und ernähren sich von Kleinlebewesen wie Insektenlarven, Kleinkrebsen und Würmern. Die Laichzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai.
Wegen ihrer hohen Ansprüche an saubere, sauerstoffreiche Gewässer gilt die Bachschmerle als gute Zeigerart für intakte Bachökosysteme. In den meisten Bundesländern steht sie ganzjährig unter Schonung und ist kein Ziel für die gezielte Angelfischerei – gelegentliche Beifänge beim Gründeln sollten schonend zurückgesetzt werden.