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Zope

Die Zope (Ballerus ballerus) ist ein schlanker, hochrückiger Karpfenfisch, der in größeren, langsam fließenden Flüssen und tieferen Seen des norddeutschen Tieflands vorkommt. Sie ähnelt einer schlankeren, silbrigeren Brassen mit spitzerer Schnauze.

Charakteristisch ist die lange Afterflosse sowie das leicht oberständige Maul, mit dem die Zope bevorzugt im Freiwasser nach Zooplankton und kleinen wirbellosen Tieren jagt – anders als viele verwandte Arten hält sie sich seltener direkt am Grund auf.

Zopen werden 25 bis 40 Zentimeter lang und bis zu 1 Kilogramm schwer. Die Laichzeit liegt im späten Frühjahr (Mai bis Juni), wenn die Fische in Schwärmen flachere, krautreiche Bereiche aufsuchen.

Als Bestandteil des typischen Fischartenspektrums der "Brachsenregion" größerer Flüsse gilt die Zope als Anzeiger für naturnahe, strukturreiche Gewässerabschnitte mit gutem Sauerstoffgehalt. Sie wird gelegentlich beim Friedfischangeln mit Made oder Wurm als Beifang gefangen, gezielt aber selten befischt.